Das richtige Mikroskope für ...

Elektroniker

Zur Fehlersuche an elektronischen Bauteilen und Platinen, oder zum Löten von kleinen Bauteilen (auch SMD) ist ein Mikroskop sehr hilfreich. Dabei kommt es allerdings darauf an, das richtige Gerät auszuwählen. Folgende Kriterien sind wichtig:

Vergrößerung

Eine Vergrößerung von 10-fach oder 20-fach reicht aus, auch zum Löten von kleinen SMD Bauteilen. Dies wird meist aus einer Kombination von 1x Objektivvergrößerung und einem 10x bzw. 20x Okularpaar erreicht. Gerade wenn unter dem Mikroskop gearbeitet wird, ist eine niedrige Vergrößerung vorteilhaft, weil dann ein größeres Feld überblickt werden kann. Bewegungen beim Hantieren mit dem Bauteil oder Werkzeug werden auch nicht so stark vergrößert, so dass man ein ruhiges Bild hat und nicht so schnell ermüdet.

Leider sind Vergrößerungen unter 10x nur mit einem entsprechenden Objektiv bzw. einer Vorsatzlinse zu erreichen. Ein niedrig vergrößerndes 5x Okular erzielt, wenn überhaupt, nur ein minimal größeres Sehfeld als ein 10x Okular, weil hier meist der Durchmesser der Okularsteckhülse bzw. der Prismen das maximal mögliche Sehfeld limitiert.

Arbeitsabstand

Wenn ein Stereomikroskop nur zum Prüfen eingesetzt werden soll, und Arbeiten mit Werkzeug (Löten, Gravieren) selten oder gar nicht nötig sind, dann reichen Mikroskope mit niedrigem Arbeitsabstand von 50-80mm aus, zB das Biorit ICD (1x Objektiv nachrüstbar), Erudit ICD oder Researcher ICD

Optimal geeignet zum Löten ist das Biorit ICD CS. Hier ist die Optik mit einem 1-fach Objektiv mit besonders hohem Arbeitsabstand ausgestattet. Zwischen dem Untersuchungsobjekt und der Unterkante des Objektivs sind 230mm frei, so dass bequem mit Werkzeug gearbeitet werden kann. Auch vor Verschmutzung durch Lötdampf, Spritzer von Lötzinn ist die Optik durch den höheren Abstand besser geschützt. Die Arbeitsfläche unter dem Mikroskop ist frei. Der Kopf kann in verschiedene Positionen geschwenkt und gekippt werden, so dass auch schräg oder seitlich auf die Platine geschaut werden kann. Das Biorit ICD CS eignet sich daher optimal für Lötarbeiten oder zur Qualitätskontrolle.

Objektivbauart

Wenn das Mikroskop für sehr unterschiedliche Vergrößerungen eingesetzt werden soll, eignet sich ein Modell mit Zoom. Hier beginnt die Vergrößerung je nach Modell meist unter 10x und lässt sich stufenlos bis 50x steigern. So können einerseits große Bauteile besser überblickt werden, andererseits sehr kleine Details sichtbar gemacht werden. Das Science ETD-201 hat dabei den größten Zoomfaktor (6,25x) und mit 105mm auch einen hohen Arbeitsabstand für Mikroskope dieser Bauart. Die Auflösung solcher Zoom-Stereomikroskope reicht bis hinunter zu wenigen Mikrometern. Daher können auch sehr kleine Strukturen sichtbar gemacht werden. Mit Vorsatzlinsen lässt sich die Vergrößerung noch weiter verringern oder erhöhen, wodurch auch der Arbeitsabstand beeinflusst werden kann. Vorsatzoptiken mit Faktor < 1x (zB 0,7x) erhöhen den Arbeitsabstand, Optiken >1x (zB 2,0x) verringern ihn. 

Kameraanschluss

Viele Nutzer sind bereits dazu übergegangen, beim Arbeiten nicht mehr selbst durch die Okulare zu schauen, sondern nur noch auf dem Monitor zu blicken. Gerade wenn längere Zeit und bei hohen Vergrößerungen am Mikroskop gearbeitet werden soll, ist das wesentlich bequemer

Nicht alle Stereo-Mikroskope verfügen allerdings über einen separaten Kameraanschluss. MikroCams mit USB oder sogar HDMI Ausgang (modellabhängig) können trotzdem immer anstelle des Okulars eingesetzt werden. Das Mikroskopbild lässt sich damit bequem auf einem PC oder Monitor darstellen. Empfehlenswert sind hier besonders die MikroCam Pro HDMI Kameras (5914180 bzw. 5914185). Das Mikroskopbild wird mit sehr hoher Bildrate (60 Bilder pro Sekunde) und praktisch verzögerungsfrei auf einem geeigneten HMDI Monitor angezeigt. Ein PC oder Laptop ist für den Betrieb dieser Kameras nicht mehr notwendig. Bilder und Videos können direkt auf einer SD Karte gespeichert werden. Die MikroCam PRO HDMI 5MP ermöglicht auch Messungen direkt über das Bildschirmmenü.

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