19.10.2020 13:14 Alter: 37 Tage
Kategorie: Bresser, Astro-News, Start, Start, Press

Erste Schritte in der Astrofotografie: Deep Sky Objekte fotografieren

Faszination Astrofotografie: Nichts weiter als Sie selbst, der Sternenhimmel in klarer Nacht, Ihre Kamera und das richtige Zubehör, um die visuellen Eindrücke festzuhalten. Die passende Ausrüstung finden Sie bei uns.




Wer Sternschnuppen oder den Nachthimmel samt Milchstraße im Weitwinkel bereits erfolgreich auf Bild gebannt hat, will irgendwann mehr und noch tiefer ins Weltall hinein fotografieren. Die Astrofotografie findet immer mehr Fans – und die langen Herbst- und Winternächte sind perfekt geeignet für den Einstieg, bieten sie doch jede Menge Zeit für´s fotografieren. Denn – und das müssen Sie als Anfänger bedenken – Sie sollten bei Deep Sky Objekten Belichtungszeiten von mindestens 10-30 Minuten, besser aber 1,5 bis 2 Stunden kalkulieren. Erfahrene Astrofotografen wissen, dass es locker auch schon mal 5 Stunden werden können.



Vorbereitung: Das brauchen Sie


Eine handelsübliche Spiegelreflexkamera samt Stativ, ein Objektiv im Bereich zwischen 100 mm und 300 mm, einen StarTracker, also eine handliche astronomische Nachführung, sowie warme Kleidung gehören zur Grundausstattung eines Astrofotografen. Wenn Sie tatsächlich zum allerersten Mal Astrofotos machen, setzen Sie die Belichtungszeit unbedingt auf „B“ (Bulb). Sie wollen ja schließlich nicht, dass die Kamera auf Nachtmodus stellt, sondern die Belichtungszeit selbst bestimmen.


Erddrehung ausgleichen: Astronomische Nachführung für lange Belichtungszeit trotz Erdrotation


Damit Sterne, Planeten und Nebel später auf den Fotos richtig hell leuchten, muss die Kamera viel Licht sammeln; Sie müssen also lange belichten. Dummerweise verändern die Sterne aber aufgrund der Erdrotation im Laufe der Nacht ihre Position. Somit müssten Sie die Kamera also ständig mitdrehen, wollen Sie die Sterne nicht als Striche abbilden. Glücklicherweise gibt es dafür eine technische Lösung: die astronomische Nachführung. Sie dreht Ihre Kamera mit den Sternen automatisch mit.

Mit unserem BRESSER StarTracker Astrofoto-Montierungs-Set geben wir Ihnen die ideale Basis, um eindrucksvolle Aufnahmen des Nachthimmels mit Hilfe der Langzeitbelichtung zu erstellen und sogar Zeitraffer-Aufnahmen anzufertigen. Mit dieser kompakten und leicht zu bedienenden Montierung gleichen Sie die natürliche Erddrehung automatisiert aus. Der eingebaute Nachführmotor dreht dafür die aufgesattelte Kamera präzise entgegen der Erddrehung und somit bleiben die Sterne auch bei Langzeitbelichtungen punktförmig.

Dieses Set beinhaltet bis auf eine Kamera und Objektiv alle Komponenten, die für einen schnellen und komfortablen Einstieg in die Welt der Astrofotografie erforderlich sind: Ein stabiles Stativ mit Transport-Tasche, einen Stativkopf mit Feinverstellung, einen Polsucher für StarTracker und eine StarTracker Astrofoto-Montierung mit Kugelkopf. Mit dem Kugelkopf lässt sich die Kamera jederzeit auf einen beliebigen Himmels-Ausschnitt ausrichten und feststellen. Sobald der Nachführmotor eingeschaltet ist, kann sofort mit der Langzeitbelichtung begonnen werden.

Für die Verwendung mit unserem BRESSER StarTracker Astrofoto-Montierungs-Set geeignet sind alle Kameras mit 1/4'' (6,3mm) Stativanschluss-Gewinde und der Einstellmöglichkeit Bulb B für Langzeitbelichtung.


GoTo-Technik für Himmelsbeobachtung auf Knopfdruck


Für ungeübte Beobachter ist es mit bloßem Auge schon schwierig, sich im Sternenmeer zu orientieren. Umso komplizierter ist die Suche nach Deep Sky-Objekten durch den kleinen Kamerasucher. Diese Objekte sind meist für die Augen unsichtbar – ausgenommen einiger weniger Objekte –, dennoch lassen sie sich problemlos fotografieren, wenn man weiß, wohin man die Kamera zu halten hat.

Gerade Anfängern empfehlen wir deshalb eine Nachführung mit GoTo-Technik. Beispielsweise halten wir bei BRESSER ein StarTracker GoTo Kit für äquatoriale Montierung bereit. Mit dessen Hilfe sind auch Einsteiger in wenigen Minuten in der Lage, Himmelsobjekte zu beobachten, die sie ohne GoTo nur schwer oder gar nicht aufgefunden hätten. Per Knopfdruck sucht das GoTo System für Sie Planeten, Nebel oder Galaxien und positioniert Ihr Teleskop vollautomatisch.


Deep Sky Objekte im Herbst und Winter für Einsteiger


Jetzt im Herbst kommt niemand, der sich für den Sternenhimmel interessiert, am Andromedanebel, genauer der Andromedagalaxie, vorbei. Unsere Nachbargalaxie ist so groß, dass sie an Orten ohne Lichtverschmutzung bereits mit bloßem Auge sichtbar ist und sich deshalb auch ganz einfach im Kamerasucher finden lässt. Das wunderschöne Duo aus Herz- und Seelennebel im Sternbild Kassiopeia ist ein ebenso tolles Einsteiger-Objekt jetzt im Herbst. Allerdings sind die beiden Nebel mit bloßem Auge schon nicht mehr auszumachen. Dafür sind die Nebel relativ leuchtkräftig – und bei 200 mm Brennweite sind beide fast formatfüllend. Im inneren der beiden Nebel befinden sich offene Sternhaufen, die mit ihren Nebeln bei 135 mm eine schöne Komposition ergeben.

Die Highlights im Winter sind zweifelsohne Orionnebel und die Plejaden. Beide Himmelsobjekte können Sie sogar mit bloßem Auge gut entdecken. Damit sind sie auch mit jeder Brennweite sichtbar. Ab etwa 85 mm Brennweite erkennen Sie bereits Details. Nutzen Sie größere Brennweiten, beispielsweise 200 mm, und Sie bannen gleich die Nachbarobjekte Pferdekopfnebel und Flammnebel mit auf´s Bild.