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30.04.2020 12:17 Alter: 25 Tage
Kategorie: Bresser, Press, Start, Start

BRESSER spendet über 70.000 Atemschutzmasken

Die Städte Rhede und Bocholt, der DRK-Kreisverband Borken sowie ein Madrider Hospital erhielten Tausende Alltagsmasken sowie FFP2-Masken

Rhede - Alles fing ganz bescheiden an: Als noch gar nicht die Rede davon war, Atemschutzmasken tragen zu müssen, erhielt Optik-Spezialist Bresser vom Geschäftspartner Jinghua Precision Optics Co. Ltd. aus China unaufgefordert einige hundert Masken für die Rheder Belegschaft. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Bresser war es jedoch wichtiger, diese den Pflegekräften und Bediensteten im Rettungs- und Gesundheitswesen, die diese Masken sicherlich sehr viel dringender brauchten, zu geben. Schließlich war allgemein bekannt, dass es zunehmend Lieferengpässe gab.

So wurden die Schutzmasken dem DRK Kreisverband in Borken geschenkt. Daraufhin kam die vorsichtige Frage, ob Bresser Zugang zu weiteren Masken hätte. Zunächst war von 5.000 die Rede, wenige Tage später von 20.000. Die Firma Jinghua, in Person von Inhaber Herrn He Jian, sagte daraufhin zu, die gesamte Menge zu spenden. Weitere chinesische Kooperationspartner von Bresser, allesamt private inhabergeführte Optikhersteller, folgten und spendeten Tausende von Masken. Bresser selbst sagte zu, die Anzahl zu verdoppeln und diese zusätzliche Menge käuflich zu erwerben. Auf diese Weise kamen über 70.000 Masken zusammen, zum großen Teil sogenannte Alltagsmasken sowie einige Tausend partikelfiltrierende FFP2-Masken für den medizinischen Bedarf. Diese wurden zum großen Teil als Spende an den DRK-Kreisverband Borken e.V. übergeben, sowohl für den Eigenbedarf als auch zur Verwendung in; Wohlfahrtsverbänden und Pflegeheimen sowie in Kommunen. Die Städte Rhede und Bocholt freuten sich über insgesamt 17.000 Schutzmasken. Weitere 48.000 FFP2-Masken, 2.000 Schutzbrillen und 2.000 Nitrilhandschuhe wurden besorgt und zum Beschaffungspreis an das DRK Borken berechnet. An ein Hospital in Madrid, wo die Engpässe noch extremer waren, gingen zudem 2.000 FFP2-Masken.



Die Lieferungen erfolgten in mehreren Etappen. Da Bresser im März schon früh aktiv war, liefen die Prozesse zu Beginn relativ reibungslos. Als der weltweite Bedarf sprunghaft anstieg, gestaltete sich die Angelegenheit komplizierter: Fertig gestellte und bereits vorfinanzierte Masken wurden direkt nach Fertigstellung an andere Abnehmer herausgegeben. Über mehrere Tage war ein Mitarbeiter von Jinghua in der entsprechenden Fabrik, um sicherzustellen, dass die bestellte Ware auch für Bresser beziehungsweise das DRK gesichert werden konnte. Komplikationen gab es, als durch die chinesischen Behörden alle medizinischen Schutzprodukte vor dem Export kontrolliert und abgenommen werden mussten. Da die nötigen Zertifikate vorhanden waren, war dies zwar unproblematisch, führte aber zu zeitlichen Verzögerungen. Hinzu kam, dass sich die Luftfrachtkosten in der Zwischenzeit verfünffachten. Mit Ausnahme einer Sendung, die vom spanischen Zoll bei der Einfuhr beschlagnahmt wurde, gelangten schließlich alle Schutzmasken sicher nach Rhede und wurden schnell verteilt. „Wir sind überwältigt und gerührt über die Hilfe unserer langjährigen Geschäftsfreunde. Ganz besonders freuen wir uns, dass wir einen kleinen Beitrag in dieser Notlage leisten konnten,“ so Helmut Ebbert, geschäftsführender Gesellschafter der Bresser GmbH.