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Spektakuläre totale Mondfinsternis im September

Ein roter Vollmond während einer Mondfinsternis, umgeben von einem dunklen Nachthimmel mit einigen sichtbaren Sternen.
Foto: Anke Morbitzer

Wieder einmal steht uns in Europa ein astronomisches Highlight der Extraklasse bevor: Die totale Mondfinsternis am 7. September 2025 zeigt uns den längsten Blutmond-Auftritt seit drei Jahren. Millionen von Beobachtern können das kosmische Schauspiel verfolgen, bei dem sich der Erdtrabant in ein glutrotes Himmelsjuwel verwandelt.

Ablauf der Mondfinsternis

Eine totale Mondfinsternis entsteht durch die präzise Ausrichtung von Sonne, Erde und Mond auf einer geraden Linie. Dabei wirft unser Planet einen kegelförmigen Schatten ins All, der aus zwei Bereichen besteht: dem dunkleren Kernschatten und dem helleren Halbschatten.

Wie bei allen astronomischen Phänomenen bestimmt auch hier die geografische Lage das Beobachtungserlebnis. So zeigt sich der Mond den Menschen an östlich gelegenen Standorten länger, während der natürliche Satellit der Erde in westlichen Regionen bereits verdunkelt aufgeht.

In Deutschland wird die Mondfinsternis wie folgt ablaufen:

Ca. 19:50 Uhr (MESZ): Der Mond geht auf und ist bereits komplett vom Erdkernschatten verfinstert.
Ab ca. 20:53 Uhr: Der Mond tritt langsam wieder aus dem Kernschatten der Erde heraus.
Ca. 22:57 Uhr: Der Mond verlässt den Halbschatten und die Mondfinsternis ist vorbei.

Das Naturphänomen Blutmond

Eine totale Mondfinsternis begeistert vor allem durch ihre faszinierenden Farbtöne. Dieses entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel atmosphärischer Lichtbrechung. Dabei filtern Luftschichten der Erdatmosphäre während der totalen Verfinsterung das Sonnenlicht und leiten ausschließlich rötliche Lichtwellen zum Mond weiter. Dieser Effekt erzeugt die charakteristische kupferrote bis dunkelbraune Färbung des Himmelskörpers.

Die Farbintensität variiert je nach atmosphärischen Bedingungen: Klare Luft verstärkt die rötlichen Töne, während Staub oder Wasserdampf für dunklere Nuancen sorgen können.

Kosmische Nachbarschaft: Saturn als Begleiter

Das Mondfinsternis-Erlebnis im September wird durch einen prominenten Himmelspartner bereichert: Der Ringplanet Saturn positioniert sich als heller, gelblicher Lichtpunkt unweit des verfinsterten Mondes. Diese spannende Konstellation macht die Beobachtungsnacht zu einem doppelten Astronomie-Highlight.

Seltenheitswert und nächste Gelegenheiten

Mondfinsternis-Begeisterte sollten diese Chance unbedingt nutzen. Schließlich wird noch einige Zeit vergehen, bis es wieder so weit ist: Das nächste ähnlich spektakuläre Ereignis wird erst Ende 2028 erwartet.

Beobachtungstipps für Astro-Laien

Erfolgreiches Mondfinsternis-Watching erfordert strategische Vorbereitung. Ein freier Blick nach Osten ist die Basis für spannende Beobachtungen, da der Mond zunächst horizontnah erscheint. Unser Tipp: Suche dir einen hochgelegenen Standort oder eine offene Landschaft, z. B. ein weites Feld.

In der beginnenden Abenddämmerung empfiehlt sich der Einsatz von Ferngläsern oder Teleskopen, um den schwach leuchtenden Blutmond deutlicher wahrzunehmen. Mit fortschreitender Dunkelheit wird das Phänomen dann auch für das bloße Auge eindrucksvoll sichtbar.

Wir wünschen viel Spaß beim Beobachten und Clear Skies!

Unsere Empfehlung passend zum Naturschauspiel:

BRESSER Lyra 70/900 EQ3 Linsenteleskop mit Smartphone-Adapter & Sonnenfilter

Ein Mann beobachtet mit einem Teleskop den Himmel während der Dämmerung; einige Sterne und Wolken sind sichtbar.
Foto: Karsten Feyler
Nahaufnahme des zunehmenden Mondes mit sichtbaren Kratern und Oberflächendetails vor schwarzem Hintergrund.
Foto: Karsten Feyler, fotografiert mit dem Smartphone durch das BRESSER Lyra 70/900 EQ3