Das Jagdfernglas

Kaufberatung für Ferngläser bei der Jagd

Welches Jagd-Fernglas ist für mich das Richtige?

Ein gutes Jagdfernglas ist für Jäger bei der Jagd unverzichtbar und ein wichtiger Begleiter. Bei der Auswahl eines Fernglases sollten Sie stets auf Qualität achten, damit Sie über viele Jahre Freude an Ihrem Jagdfernglas haben. Nicht jedes Jagdfernglas ist für jede Jagdart geeignet und Sie sollten bei der Auswahl die wichtigsten Kennzahlen eines Fernglases berücksichtigen.
In diesem Ratgeber geben wir Ihnen einen Überblick über folgende Kriterien, die Sie beim Kauf beachten sollten:

  • 1. Die zwei wichtigsten Kennzahlen
  • 2. Jagdarten im Überblick
  • 3. Dämmerungszahl
  • 4. Vergütung bzw. Lichttransmission
  • 5. Robustheit und Gewicht
  • 6. Die BRESSER Garantie

 

 

BRESSER Jagdferngläser – beeindruckendes Preis-Leistungsverhältnis
Sicherer und bequemer Halt dank ergonomischer Form
Erstklassiges Design und exzellente Technik
Passendes Zubehör für Unterwegs
Wildbeobachtung Morgens und in der Dämmerung
Kontrastreiches und scharfes Bild
10 Jahre Herstellergarantie

Die zwei wichtigsten Kennzahlen

Vergrößerungsfaktor
Bei der Jagd geht es oft darum auf weite Entfernung das Wild noch gut ansprechen zu können. Daher neigt man schnell dazu, ein Fernglas mit hoher Vergrößerung in den Fokus zu stellen. Allerdings kann dieser eine Trugschluss sein. Jagdferngläser mit hoher Vergrößerung eignen sich für das Feld ganz gut. Im Wald ist das Sehfeld durch die höhere Vergrößerung schnell eingeschränkt. Weiter muss man wissen, dass hohe Vergrößerungen immer einen Lichtverlust mit sich bringen. Ein 10x56 Jagdfernglas kann daher bei gleicher Güte nicht so ein helles Bild wie ein 8x56 abbilden. Daher kann es hilfreich sein auf eine höhere Vergrößerung zu verzichten und damit den Vorteil bei der Helligkeit und dem Sehfeld zu nutzen. Besonders bei der Dämmerung macht sich dieses bemerkbar und kann zu einem nötigen Vorteil führen. Zu bedenken ist noch, dass je höher die Vergrößerung ist, desto unruhiger wird das Bild. Also, ein 8-faches Fernglas ist ruhiger in der Hand zu halten als ein 10-faches. In der heutigen Zeit wo Wärmebildtechnik eine immer größere Rolle spielt, sollte man allerdings nochmal genauer die Vor- und Nachteile abwägen. Da man in der Dämmerung und Nacht auf die Wärmebildkamera wechselt, kann ein 8x42 oder 10x42Fernglas bei Tag eine wirkliche Alternative zu einem großen schweren 56er Jagdfernglas sein.

Objektivdurchmesser
Die zweite Kennzahl bezeichnet den Objektiv-Durchmesser in mm. So hat ein 7x50 Prismenfernglas einen Objektiv-Durchmesser von 50 mm. Dieses ist ein wichtiges Leistungsmerkmal, denn je größer ein Objektiv-Durchmesser ist, desto größer ist der Lichteinfall und somit ist auch die Abbildung heller. Ein Durchmesser von 21 mm (8x21) ist für Beobachtungen bei Tag ausreichend. Wenn aber Beobachtungen während der Dämmerung gemacht werden müssen, sollten die Ferngläser mindestens einen Durchmesser von 50 mm haben.

Jagdarten im Überblick

Unterschiedliche Jagdarten erfordern unterschiedliche Eigenschaften des Fernglases. Welche Jagdarten gibt es und wie sollte das Fernglas für die verschiedenen Jagdarten geschaffen sein? Hier geben wir einen kurzen Überblick über die Jagdarten und welche Fernglas-Eigenschaften jeweils von Vorteil sind.

Pirschjagd
Bei dieser Jagdart bewegt sich der Jäger langsam und vorsichtig durch die Wälder um das Wild zu beobachten. Damit der Jäger ungesehen das Wild entdecken oder erlegen kann, sollte das Jagd Fernglas leicht und robust sein. Eine niedrige Vergrößerung von etwa 8x ist empfehlenswert. So liegt das Jagdfernglas noch gut in der Hand und bietet eine ideale Beobachtung. Ein Objektivdurchmesser von maximal 42 mm ist optimal, sodass das Jagd Fernglas nicht zu schwer wird.

Ansitzjagd
Beim Ansitzen wird das Wild meist über mehrere Stunden bis in die Dämmerung hinein beobachtet. Das Jagdfernglas sollte deswegen eine Vergrößerung von mindestens 8x besitzen und einen Objektivdurchmesser von mindestens 50x haben. Durch ein höheres Gewicht wird ebenfalls das „zittern“ des Bildes vermieden. Wem das Jagd Fernglas auf Dauer zu schwer wird, kann auf ein Stativ zurückgreifen.

Drückjagd
Die Drückjagd ist eine Bewegungsjagd mit mehreren Jägern. Die Jäger treiben das Wild langsam aus der Deckung und bringen es in Bewegung. Anschließend kann der Jäger das Wild sicher und schonend erlegen. Aufgrund der aktiven und schnellen Bewegung muss das Jagd Fernglas robust und einfach zu handhaben sein. Eine Vergrößerung von maximal 8x und ein Objektivdurchmesser von maximal 42 mm sind hier eine gute Wahl.

Empfehlungen

BRESSER Pirsch ED 8x42 Fernglas

- Vergrößerung: 8x
- Objektivdurchmesser: 42 mm
- ideal für die Pirschjagd

Zum Produkt

BRESSER Pirsch ED 8x56 Fernglas

- Vergrößerung: 8x
- Objektivdurchmesser: 56 mm
- ideal für die Ansitzjagd

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BRESSER Pirsch 8x42 Fernglas

- Vergrößerung: 8x
- Objektivdurchmesser: 42 mm
- ideal für die Drückjagd

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Warum die Dämmerungszahl wichtig für Jagd-Ferngläser ist

Dämmerungszahl - Jagd-Fernglas

Dämmerungszahl - Jagd Fernglas

Meistens sind es Tiere, die nur während der Dämmerung beobachtet werden können und gerade zu dieser Tageszeit sind die Lichtverhältnisse schon für Beobachtungen mit dem bloßen Auge nicht gerade ideal. Umso lichtstärker muss ein Jagd Fernglas sein, damit auch noch während der Dämmerung in den Morgen- oder Abendstunden Einzelheiten zu erkennen sind.

Ferngläser sollten schon eine Vergrößerung von 7-fach und einen entsprechenden Objektivdurchmesser von min. 50 mm haben um dieser "Dämmerungsleistung" gerecht zu werden. Die Leistung, Beobachtungen auch noch bei Dämmerung durchführen zu können, wird in der Dämmerungszahl angegeben.

Dieses ist ein standardisierter Wert zum Vergleich von optischen Geräten bezüglich Detailerkennbarkeit, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen. Je größer die Dämmerungszahl, desto lichtstärker ist theoretisch das Gerät. Die Dämmerungszahl sagt allerdings nicht viel über die Güte des Jagd Fernglases aus. So hat ein Glas für 2000 € die gleiche Dämmerungszahl wie ein Glas für 200 €. Dieser Parameter kann also nur bei gleichen Fernglas Serien als Nennwert zugrunde gelegt werden.

Die Dämmerungszahl errechnet sich aus der Quadratwurzel des Produktes von Vergrößerung und Objektivdurchmesser. Bei einem 7x50 Jagd Fernglas also: (Quadratwurzel aus Vergrößerung x Objektivdurchmesser).
z.B.: Wurzel aus 7x50 = 18,71

Die Vergütung bzw. Lichttransmission

Lichttransmission - Jagd-Fernglas

Lichttransmission - Jagd-Fernglas

Ein großer Faktor bei der Abbildung von Jagd-Ferngläsern Jagd Fernglas ist es allerdings wichtig, dass so wenig Licht wie möglich auf dem Weg der Objektivöffnung bis hin zum Auge verloren geht. Daher setzt man bei höheren Qualitätsstufen weitere Vergütungen ein, welche das Licht noch besser transportieren. Hier kommt bei BRESSER die UR-Vergütung oder auch Ultimate Reflection Vergütung zum Einsatz. Jagd-Ferngläser wie die Pirsch ED verfügen sogar über eine Dielectric Vergütung, welche das Licht noch besser ans Auge transportiert. Dadurch wird die Lichttransmission der Linsen nochmals gesteigert.

Für den Kontrast kommt eine weitere Vergütung zu Einsatz. Diese wird oft als Phasenvergütung bezeichnet.
Damit bezeichnet man eine spezielle Schicht auf dem Dachkantprisma. Wenn das Licht in das Dachkantprisma trifft, wird dieses mehrmals in der Form einer Dachkante reflektiert. Außerdem wird bei der Reflektion der Strahl in zwei Segmente geteilt. Durch diese Prozedur kommt eine Verschiebung der Phasen der Lichtwellen zustande. Die Wellen der Lichtstrahlen sind nicht gleich, sondern verschoben. Dadurch würde die Auflösung und auch der Kontrast minimiert werden. Um dies aber zu verhindern, trägt man spezielle Schichten auf, die dieses Phänomen korrigieren.

Die Robustheit und das Gewicht des Jagd Fernglases

Robustheit
Bei der Jagd ist man oftmals in unwegsamen Gelände unterwegs. Daher ist es wichtig ein robustes Jagd Fernglas als Begleiter dabei zu haben. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen sollte ein Jagd Fernglas wasserdicht und Stickstoff gefüllt sein. So kann auch ein Regenschauer oder Nebel dem Fernglas nichts anhaben. Auch kann durch die Stickstoff- oder Argon-Füllung das Glas nicht vom innen beschlagen. So ist das Glas immer Einsatzbereit.
Weiterhin sollten die wichtigen Bauteile wie Okulare und Fokussierung sehr robust sein. Hier verfügen die Jagd-Ferngläser von BRESSER alle über Metall-Twist-Up Augenmuscheln sowie Metallfokussierungen. Die Pirsch und Pirsch ED bieten weiterhin noch Metallbrücken auf, welche das Konzept voll abrunden. Eine Gummiarmierung bietet weiteren Schutz. Diese sollte nicht zu dünn ausfallen, um genug Schutz vor leichten Schlägen zu gewährleisten.

Gewicht
das Gewicht eines Jagdfernglases hängt stark vom Einsatz ab. Ein leichtes Jagdfernglas ist für den Transport und für die Anwendung bei einer aktiven Jagd ideal. Ein schweres Fernglas< strong> hingegen hat den Vorteil, dass es sich ruhiger in der Hand halten lässt und das Bild nicht anfängt zu „zittern“. Sollte das Fernglas zu schwer werden, kann man bei Ansitzen auch auf ein Stativ zurückgreifen.

In eigener Sache: die BRESSER Garantie

Die Garantie ist ein weiterer wichtiger Faktor. Den trotz aller Vorsicht kann es dazu kommen, dass ein Jagd Fernglas mal vom Hochsitz fällt. Achten Sie daher auf eine Ausreichende Garantie. Viele Hersteller bieten eine längere Garantiezeit als 2 Jahre. BRESSER bieten Ihnen bei den Jagd-Ferngläsern Condor, Pirsch und Pirsch ED sogar eine Premium Garantie kostenlos an. Diese denkt alle Schäden ab welche bei normaler Benutzung auftreten können. So wird Ihr Glas kostenlos repariert wenn dieses z.B. von Hochsitz fällt. Mehr zu dieser Garantie finden Sie unter www.bresser.de/premium