COVID-19: Wir versenden trotz COVID-19 »

02.01.2020 11:25 Alter: 146 Tage
Kategorie: Bresser, Astro-News, Press, Start, Start

SkyGuide Januar 2020

Funkelnder Winterhimmel im Januar

Prachtvolle Sternbilder, Sternschnuppen und Halbschatten-Mondfinsternis sorgen für reichlich Abwechslung

Der Januar beginnt dunkel – mit nur achteinhalb Stunden Helligkeit sind die Tage zu Monatsbeginn kurz und die Nächte lang genug für Beobachtungen des winterlichen Sternenhimmels. Das ändert sich im Monatsverlauf, denn die Tageslänge wächst zum Ende des Monats um eine Stunde.

Die langen Januarnächte geben Ihnen aber die Möglichkeit, fast alle Planeten und Sternbilder des Winters zu sehen. Welche das sind und wann Sie was am Himmel erkennen können, darüber informiert Sie ausführlich unser englischsprachiger Sky Guide für Januar 2020. Die Highlights haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Abendstern Venus bekommt Besuch von Merkur

Eines der ersten Lichter, das Sie am winterlichen Abendhimmel sehen werden, ist unser innerer Nachbarplanet Venus. Sie strahlt als Abendstern bei Dämmerung schon hell im Südwesten. Noch bis in den Mai hinein bleibt das übrigens so, bis sie ab der zweiten Jahreshälfte als Morgenstern funkelt. Zurück zum Januar: Unter idealen Bedingungen dürften Sie Ende Januar neben Venus gegen halb sechs Uhr abends ein zweites Licht ausmachen: Merkur hat sich zu Venus gesellt.

Mars und Jupiter am Morgen

In den Tag hinein begleitet uns Mars. Unser äußerer Nachbarplanet ist ab etwa 5:00 Uhr am Südosthimmel zu sehen. Zu ihm gesellt sich zu Monatsende hin Jupiter. Beide Planeten werden Sie in der zweiten Jahreshälfte richtig begeistern: Mars wird im Herbst auffallend groß und rot am Nachthimmel leuchten. Jupiter nähert sich im Jahresverlauf immer weiter Saturn an, bis beide Planeten Mitte Dezember so dicht nebeneinander stehen, dass die Jupitermonde und Saturnringe dann im Teleskop im selben Blickfeld zu sehen sein werden.

Highlights der Wintersternbilder

Das Wintersternbild schlechthin ist zweifelsfrei Himmelstürmer Orion. Er funkelt am Abend im Südosthimmel. Links über seinen drei Gürtelsternen ist ein zarter orangefarbener Lichtpunkt mit bloßem Auge zu erkennen: Beteigeuze. Die Helligkeit dieses roten Riesen – ein sterbender Stern – verändert sich immer wieder, seit einigen Monaten ist sie eher schwach.

Ansonsten zeigen sich jetzt natürlich alle Wintersternbilder in ihrer Pracht: Großer und Kleiner Hund, Fuhrmann, Zwillinge und Stier. Letzterer ist mit seinen sieben auffällig hellen Sternen mindestens genauso interessant wie Orion. Die Plejaden, tatsächliche ein funkelnder Sternhaufen aus mehr als 3000 Sternen, fasziniert die Menschen seit tausenden von Jahren. Der hellste Stern im Stier ist übrigens Aldebaran – im Volksmund auch das Auge des Stiers genannt – ist einer der sechs Sterne des Wintersechsecks und der fünfzehnthellste Stern am Himmel.

Apropos Wintersechseck: Bemerkenswert ist mit Sirius im Großen Hund hier auch ein weiterer Stern. Bei diesem hellsten Fixstern, der von der Erde aus zu sehen ist, handelt es sich eigentlich um ein Doppelsternsystem – einige Astronomen vermuten sogar ein Dreifachsystem.

Sternschnuppen voraus

Auch der Januar hält für „Wunschwünscher“ reichlich Sternschnuppen bereit: Die Quadrantiden sind zwischen dem 1. und 10. Januar, vorzugsweise in der zweiten Nachthälfte, aktiv. Ihr Maximum erreichen sie übrigens schon morgen Nacht: In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar werden bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde erwartet. Dies höchsten Fallraten werden für 9:20 Uhr am 4. Januar erwartet. Da es dann schon hell ist, sollten Sie früh aufstehen: Bis halb sieben an diesem Morgen ist es dunkel genug und Sie haben guten Chancen reichlich Sternschnuppen zu sehen.

Halbschatten-Mondfinsternis


Am 10. Januar zwischen 18:08 Uhr und 22:12 Uhr findet über Deutschland zudem eine Mini-Mondfinsternis statt. Allerdings taucht der Mond nicht in den Kernschatten der Erde sein, sondern nur in ihren Halbschatten. Deshalb spricht man an diesem Tag auch von einer Halbschattenfinsternis, bei der sich die Helligkeit des Mondes kaum ändert und lediglich als Grauschleier wahrgenommen wird. Am besten wird die leichte Verdunklung um 20:10 Uhr zu sehen sein, denn dann wird der Mond vollkommen in den Halbschatten der Erde eingetaucht sein.


Mehr zum Sky Guide

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihren Beobachtungen und für das Jahr 2020 viele faszinierende und spannende Himmelserscheinungen.