30.11.2020 16:12 Alter: 52 Tage
Kategorie: Press, Bresser, Start, Start

Licht im Dunkel

Nachtsichtgeräte verhelfen zu erstaunlichen Einblicken in die Natur

Ob als Hobby oder aus beruflichen Gründen: Wer gern und oft Natur- und Tierbeobachtung bei Dämmerung und Nacht durchführt, ganz gleich ob Camper, Jäger oder Naturforscher, greift zu Nachtsichtgeräten, denn sie gestatten gute Sicht bei schwachen Lichtverhältnissen – erstaunliche Einblicke in das tierische Nachtleben inbegriffen. Dazu nutzen die Geräte noch vorhandenes und schwaches Tageslicht als Restlicht – zum Beispiel Mondlicht. Aber auch Sicherheitsdienste oder das Militär greifen auf Nachtsichtgeräte zurück, um die Umgebung ohne einen verräterischen Lichtschein zu beleuchten.

Ein paar Unterschiede gibt es jedoch bei den Geräten, so dass wir in unserem heutigen Artikel einen Überblick – und vielleicht auch gleich eine Kaufhilfe – geben möchten.




Wie funktionieren Nachtsichtgeräte


Ein Nachtsichtgerät ist, je nach Typ in der Lage, vorhandenes, schwaches Licht zu verstärken, Wärmestrahlung von Objekten zu visualisieren oder nicht sichtbare Infrarotstrahlung in sichtbares Licht umzuwandeln. Dafür muss natürlich das Nachtsichtgerät entweder mit der Hand direkt vor die Augen gehalten werden – es ähnelt also einem Fernglas oder Spektiv. Alternativ gibt es Geräte, die am Kopf oder Helm installiert werden können, so dass die Träger die Hände frei haben, um sich besser im Gelände bewegen zu können.

Der Unterschied zu Wärmebildkameras


Wärmebildkameras nutzen nicht das vorhandene Restlicht, sondern sie erkennen unterschiedliche Temperaturen in der Umgebung. Zum Beobachten von Tieren oder Menschen sind sie damit hervorragend geeignet, nicht jedoch, um sich selbst bei Dunkelheit oder schwachem Restlicht im Gelände zu bewegen.


Die Zoom-Funktion


Viele Nachtsichtgeräte – auch unsere Modelle – sind mit einem frei wählbarem Zoom ausgestattet, die entfernt liegende Objekte oder Tiere um das 2 bis 2,5-fache vergrößern, ohne dass der Träger sich durch das Gelände bewegen oder sich dem Objekt nähern muss.

Unser Tipp für Brillenträger: Die Schärfe muss am Nachtsichtgerät einstellbar sein.




Sie haben die Wahl: Monokulare oder Binokulare Nachtsichtgeräte



Wie bei einem Fernrohr, gibt es auch bei Nachtsichtgeräten monokulare und binokulare Geräte - also Geräte, die entweder mit einer oder zwei Linsen ausgestattet sind. Da durch ein monokulares Nachtsichtgerät der Träger nur mit einem Auge im Nachtsicht-Modus sehen kann, empfehlen wir diese für Anwendungen, bei denen das Restlicht noch soweit ausreichend ist, dass sich der Träger problemlos fortbewegen kann, ohne eine Taschenlampe oder andere Lichtquelle nutzen zu müssen.

In unserem Sortiment führen wir digitale Nachtsichtgeräte in monokularer und binokularer Form, die Sie entweder in der Hand halten oder am Kopf befestigen können. Digitale Nachtsichtgeräte sind mit einem hochempfindlichen CMOS- oder CCD-Sensor ausgestattet, der sehr empfindlich justiert ist. Einige Geräte ermöglichen sogar die Aufnahme Festhaltung von Fotos und Videos des Gesehenen auf einer Speicherkarte. Die Qualität unserer digitalen Nachtsichtgeräte ist, wenn nicht anders angegeben, mit Geräten der 1. Generation zu vergleichen, wenn auch die verbaute Technik etwas anders ist. Mehr über die Generationen bei Nachtsichtgeräten erfahren Sie weiter unten im Beitrag.



Bresser Nachtsicht – Binokular mit Kopfhalterung



Unser BRESSER Digital NV Binokular 1x ist ein Nachtsichtgerät mit Kopfhalterung. Die integrierte Infrarotbeleuchtung ermöglicht ohne Probleme eine Beobachtung in völliger Dunkelheit. Das digitale Nachtsichtgerät mit einer Erfassungsreichweite von 70 Metern ohne Vergrößerungsfaktor ist extra für die Fortbewegung mit diesem Gerät konzipiert. Dank der mitgelieferten Kopfhalterung können Sie sich ohne Probleme durch den Wald oder einen Raum bewegen. Aber auch für die Beobachtung großer Flächen oder des Gartens ist es geeignet, da es einen sehr großen Bereich auf einen Blick abdeckt. Durch den 2-fachen digitalen Zoom können Sie ihre Objekte näher betrachten ohne sich dem Objekt selber zu nähern.



Bresser Nachtsicht – Binokular ohne Kopfhalterung und mit Aufnahmefunktion



Unser BRESSER Digital Nachtsichtgerät Binokular 3x mit Aufnahmefunktion bietet mit einem seinem großen Display und der Beobachtung mit beiden Augen einen besonders großen Beobachtungskomfort. Auch dieses Gerät verfügt über eine integrierte Infrarotbeleuchtung zur Beobachtung in völliger Dunkelheit. Durch den 2-fachen digitalen Zoom können Sie ihre Objekte näher betrachten ohne sich dem Objekt selber zu nähern. Die Erfassungsreichweite liegt in der Nacht bei 120 Metern, weitere Entfernungen sind bei guten Restlichtverhältnissen möglich. Die integrierte Aufnahmefunktion erlaubt das Speichern der Ereignisse.


Die Generationenfrage: 0 bis 4


Nachtsichtgeräte werden in Generationen unterteilt – als Faustformel gilt: Je höher die Generation, desto besser, aber eben auch teurer, ist das Gerät.



Generation 0: Diese Geräte nutzen Infrarot-Technik, um die Umgebung zu beleuchten. Infrarot-Licht ist für das menschliche Auge unsichtbar. Nachtsichtgeräte dieser Generation funktionieren bei absoluter Dunkelheit.


Generation 1: Diese Geräte nutzen Restlichtverstärker und verfügen meist über eine zusätzliche Infrarotlampe. Da diese Geräte das vorhandene Restlicht der Umgebung verstärken, brauchen sie immer etwas Außenbeleuchtung – zum Beispiel Mondlicht. In stockdunkler Umgebung funktionieren diese Nachtsichtgeräte damit zwar nicht, dafür liegt die Verstärkung des eintreffenden Lichts, je nach Gerät, bei 1000 bis 8000.

Ab der Generation 1 haben Nachtsichtgeräte eine begrenzte Lebensdauer, was der verwendeten Technik geschuldet ist. Geräte der Generation 1 halten bis zu 2000 Stunden durch, dann muss die Technik ersetzt werden.


Generation 2: Nachtsichtgeräte der Generation 2 sind neben Restlichtverstärker mit einer zusätzlichen Mikrokanalplatte ausgestattet. Diese verstärkt das eintreffende Licht weiter, so dass die Umgebung noch besser als mit Geräten der Generation 1 zu erkennen ist. So schaffen die Generation 2-Geräte eine Restlichtverstärkung von bis zu 20.000 bei einer Lebensdauer von mindesten 10.000 und maximal 15.000 Stunden. Übrigens: Die Mikrokanalplatte sorgt dafür, dass das Bild nicht nur hell, sondern auch glasklar und scharf ist.


Generation 3: Neben Restlichtverstärker und Mikrokanalplatte verfügen diese Geräte über eine chemische Komponente, durch die eine Restlichtverstärkung um das 50.000-fache erzielt wird. Die Lebensdauer dieser Geräte liegt bei etwa 15.000 Stunden. Generation 3-Nachtsichtgeräte geben ein sehr helles und scharfes Bild bei Nacht und in der Dämmerung. Zudem sind die Reichweite erhöht und Bildrauschen reduziert.


Generation 4: Diese Geräte werden ausschließlich für militärische Zwecke genutzt und sind im freien Handel nicht erhältlich.