01.11.2018 10:33 Alter: 17 Tage
Kategorie: Astro-News, Bresser, Start, Start, Press

Nachthimmel im November: Eine seltene Schönheit, ein strahlende Venus, Sternschnuppen und viele Planeten verzücken Sternengucker

Nicht mal mehr zehn Stunden Sonne am Tag – dafür aber haben Sternengucker, klare Nächte vorausgesetzt, viel Zeit für all die Herbstschönheiten am Firmament: Fast alle Sternbilder und Planeten sind in den langen Nächten zu sehen, außerdem flitzen zur Monatsmitte Sternschnuppen vorbei und eine seltene Schönheit gibt sich die Ehre.

Unser SkyGuide informiert Sie auch in diesem Monat wieder über die zu beobachtenden Sterne, Planeten und Himmelserscheinungen ausführlich. Die Highlights haben wir hier für Sie zusammengefasst:



Griechische Sagengestalten und eine seltene Schönheiten


Die Sterne des Herbstvierecks Pegasus beherrschen hoch im Süden den Nachthimmel. Etwas weiter in nordöstlicher Richtung ist bei guten Sichtbedingungen bereits mit bloßem Auge der Andromedanebel zu erkennen. Unsere Nachbargalaxie ist sehr viel sternenreicher als unsere Milchstraße – das Licht ihrer rund 500 Milliarden Sonnen ist fast drei Millionen Jahre zu uns unterwegs.

Eine seltene Schönheit besucht uns in den langen Novembernächten: Mira Ceti im Sternbild Walfisch, steht tief am Südhimmel. Der pulsierende, rote Riesenstern – eigentlich ein Doppelstern – ändert seine Leuchtkraft periodisch und ist in den Wintermonaten gut zu sehen.

Tief im Südosten erscheinen bereits die Winterbilder – allen voran Leitsternbild Orion, aber auch Stier und Zwilling sind gut zu erkennen.



Die Leoniden kommen


Highlight im November ist der Sternschnuppenstrom der Leoniden, der zwischen dem 13. und 30. November aktiv ist. Sein Maximum erreicht er am 17. November gegen halb zwölf in der Nacht – mit rund 15 Meteoren pro Stunden fallen die Leoniden im Vergleich zum Sternschnuppenregen der Perseiden im August allerdings eher bescheiden aus. Die Trümmer des 1865 entdeckten Kometen Tempel-Tuttle rasen mit 70 Kilometern pro Sekunde auf die Erde zu. Bei Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen die Staubteilchen und liefern uns ein kleines Feuerwerk.



Saturn verabschiedet sich, Venus strahlt als Morgenstern


Im Laufe der Nacht ziehen fünf unserer Nachbarplaneten am Firmament vorbei. Den Anfang, gegen halb sechs Uhr abends, macht im Südwesten Saturn. Der Ringplanet ist allerdings nur noch bis Ende November (und auch dann nur kurz zwischen fünf und halb sechs am Abend) zu sehen. Ihm folgt Mars, den Sie bis Mitternacht gut erkennen können. Der rote Planet führt geübte Beobachter dann auch gleich zu Neptun und seinem Nachbarn Uranus. Beide sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, ihr schwaches Licht entdecken Sie ab acht Uhr am Abend im Süden und Südosten mit einem guten Fernglas oder einem Teleskop.

Das Planeten-Highlight kommt am Morgen, wenn alle anderen Sterne fast verblasst sind: Die strahlende Venus hat ihren großen Auftritt als Morgenstern. Jetzt, zu Anfang November noch schwach, im Laufe des Monats ist sie aber immer besser zu sehen, um zum Monatsende in der Morgendämmerung gegen halb acht im vollen Glanz zu erstrahlen.


Sky Guide für November






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